Risikokennzahlen

Eine Investition in Fonds ist immer auch mit einem gewissen Risiko verbunden, denn je höher die Renditechancen, desto höher das Risiko. Jeder Anleger muss daher entscheiden, welche Rendite er anstrebt und wie viel Risiko er dafür in Kauf nehmen will. Doch Risikokennzahlen ermöglichen die Vergleichbarkeit verschiedener Fonds mit gleichem oder ähnlichem Anlagehorizont.

Im Folgenden finden Sie verständliche Erklärungen zu den wichtigsten Begriffen rund um das Thema Risikokennzahlen im Überblick.

Standardabweichung
Die Standardabweichung (Volatilität) ist das in der Investmentwelt am weitesten verbreitete Risikomaß. Sie ist eine mathematische Größe, die als Maßzahl für das Risiko einer Anlage herangezogen wird. Sie gibt als Kennzahl die Schwankungsintensität des Anteilpreises innerhalb einer bestimmten Periode – bei DJE innerhalb eines Jahres – an. Je höher die Standardabweichung desto risiko- aber auch chancenreicher ist eine Investition in diesen Fonds.
Tracking Error
Als Tracking Error bezeichnet man einen Indikator für die Ähnlichkeit zwischen der Wertentwicklung des Fonds und seinem Vergleichsindex. Je niedriger der Tracking Error ist, desto stärker orientiert sich der Fondsmanager an einem Index, wie beispielsweise dem MSCI World. Index-Fonds haben einen Tracking Error nahe null. Fonds, die aktiv gemanagt werden, weisen dagegen einen relativ hohen Tracking Error auf.
Value at risk
Hierbei wird gefragt, wie hoch der maximal zu erwartende Verlust ist, der sich unter normalen Bedingungen am Markt ergeben kann. Der Value at Risk kann als die wahrscheinliche Barwertänderung eines Portfolios beschrieben werden. Die Berechnung erfolgt für eine bestimmte Periode und ein vorgegebenes Wahrscheinlichkeitsniveau. So besteht beispielsweise bei einem 99%igen Wahrscheinlichkeitsintervall eine Restwahrscheinlichkeit von 1%, dass die Verlustgrenze (Value at Risk) für eine bestimmte Periode (bei DJE 20 Tage) von den tatsächlichen Verlusten überschritten wird.
Maximum Drawdown
Maximal kumulierter Verlust innerhalb der betrachteten Periode, der dadurch entstanden wäre, wenn der Investor zum schlechtesten Zeitpunkt (Höchstkurs) investiert und zum schlechtesten Zeitpunkt (Tiefstkurs) innerhalb dieser Periode verkauft hätte. Bei DJE bezieht sich dieser Wert auf den Zeitraum von einem Jahr.
Sharpe Ratio
Dahinter verbirgt sich die Idee, mit Hilfe einer Kennziffer, eine Möglichkeit zu erhalten, die Rendite und das Risiko zwischen unterschiedlichen Geldanlagen zu vergleichen. Die Sharpe Ratio beschreibt, wie stark die Rendite einer Geldanlage über dem risikofreien Zinssatz (bei DJE wird der EURIBOR 1 Monat verwendet) lag und bei welcher Standardabweichung (Volatilität) diese Rendite erzielt wurde. Hier gilt folgende Faustregel: Je höher die Sharpe Ratio, desto besser ist das Investment.
Korrelation
Die Korrelation gibt den Prozentsatz der Bewegung eines Fonds an, die durch Bewegungen in seinem Referenzindex erklärt werden können. Eine perfekte Korrelation wird durch die Zahl 1,00 ausgedrückt, eine vollständig negative Korrelation durch die Zahl -1,00. Je deutlicher die Zahl unterhalb von 1 liegt, umso unabhängiger ist der Ertrag des Fonds vom Vergleichsindex. Die Korrelation wird zudem genutzt, um die Aussagekraft von Beta zu bestimmen. Je höher die Korrelation, desto signifikanter das Beta, weil klar wird, wie sehr eine erhöhte und niedrige Risikokennziffer auf aktivem Fondsmanagement oder Marktentwicklung basiert.
Beta
Beta ist das Resultat eines Risikovergleichs zwischen dem Fonds und Vergleichsindex. Ein Ergebnis von über 1,00 gibt an, dass sich der Fonds bei steigenden Kursen eher überdurchschnittlich, bei fallenden Märkten eher unterdurchschnittlich entwickeln wird. Ein Beta von unter 1,00 deutet auf den umgekehrten Fall hin.
Treynor Ratio
Hier wird die Überschussrendite eines Fonds gegenüber einer risikolosen Anlageform gemessen und die entstandene Differenz durch die Sensitivität des Fondspreises bezüglich Marktschwankungen, dem Beta, geteilt. Sie gibt damit den Mehrertrag – verglichen zur risikolosen Anlage – pro Risikoeinheit wieder.